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Paul Tibulski, 1996, 60 cm x 80 cm, (001F)
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Bei einer Schießerei zwischen Kommunisten und National-sozialisten in Erkrath kam 1932 ein SA-Mann zu Tode. Im Anschluss ermittelten Polizei und Justiz ergebnislos. Nach der Macht-übernahme der National- sozialisten sollte der Tod des SA-Mannes gerächt werden.
In diesem Zusammenhang wurde der 24-jährige Arbeiter Paul Tibulski am 4.Mai 1933 verhaftet und ins Düsseldorfer Polizei-präsidium in der Mühlenstraße 29 eingeliefert. (...)
In einem Prozess, der vor dem außerordentlichen Düsseldorfer Schwurgericht stattfand, wurde er am 7. September 1933 wegen des Verdachts der Beteiligung an der Ermordung des SA-Mannes in Erkrath zum Tode verurteilt. (...)
Am 11. März 1934, wenige Tage vor der geplanten Hinrichtung, begnadigte der Preußische Ministerpräsident Hermann Göring die Gerresheimer und wandelte die Todesstrafe in lebenslange Zucht-haushaft um. (...)
Paul Tibulski war bis 1934 in Düsseldorf inhaftiert, anschließend wurde er in das Zuchthaus Münster verlegt. Nach einer erneuten Verlegung verbrachte er die Jahre von 1934 bis 1941 im Zuchthaus Brieg. Dann wurde er im Zuchthaus Ratibor gefangengehalten, bis er 1943 in das KZ Auschwitz deportiert wurde. Dort wurde er bis Januar 1945 zur Arbeit eingesetzt. Zuletzt kam er zwangsweise zum Bombenräumkommando Dresden. Im April 1945 wurde er in Bad Schandau an der Elbe befreit.