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Heinrich Riebandt, 1996, 60 cm x 80 cm, (003F)
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Overview
Der Dreher Heinrich Riebandt war seit 1923 Mitglied der KPD und leistete politische Widerstands-arbeit gegen den Aufstieg der Nationalsozialisten. Seit 1928 war er arbeitslos.
Am 18. April 1933 wurde er von den Nationalsozialisten wegen seiner "Bekannten kommunistischen Betätigung" in "Schutzhaft" genommen. (...)
Am 7. September 1933 wurde er vom Schwurgericht in Düsseldorf wegen gemeinschaftlichen Mordes und Mordversuchs zum Tode und 10 Jahren Zuchthaus sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Dieses Verfahren bezog sich auf den Überfall auf das SA-Heim in Erkrath 1932.
Dass Heinrich Riebandt tatsächlich an dieser Auseinandersetzung am Erkrather SA-Heim beteiligt war, konnte ihm nicht nachgewiesen werden. In Folge eines Schuss-wechsels war des SA-Mann Kurt Hilmer getötet worden.
Das Todesurteil gegen Heinrich Riebandt wurde in lebenslängliche Haftstrafe umgewandelt. Ein Gnadenerweis wurde 1940 abgelehnt. Während seiner Haftzeit verstarb 1936 Heinrichs Riebandts Ehefrau Auguste, geb. Marx. Ihr gemeinsames Kind wurde zu den Großeltern nach Ratingen gegeben. Vom 29. September 1943 bis Mai 1945 war Heinrich Riebandt im KZ Buchenwald inhaftiert.