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Irmgard Petrowske, 1996, 60 cm x 80 cm, (006F)
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Overview
Die gelernte Verkäuferin Irmgard Petrowske leistete aktiv Widerstand gegen die Politik der National-sozialisten. Sie war im Kontakt mit Alfons Kaps, einem der führenden Widerstandskämpfer der Düssel-dorfer KPD. Irmgard übernahm über den Kontakt mit Kaps ab Mitte Oktober 1942 Kurierdienste und gab illegales Material, z.B. Flugblätter, weiter. Die Teilnahme oder Beteiligung an solchen Aktionen erfüllte nach den Gesetzen des NS-Justiz den Tatbestand der "Vorbereitung zum Hochverrat". Irmgard Petrowske unterstützte außerdem russische Zwangs-arbeiterinnen, denen sie an Wochenenden Lebensmittel und Kleidung brachte.
Auch ihre Eltern, Albert und Elisabeth Petrowske, geb. Gudat, waren im Widerstand aktiv. Ihr Vater arbeitete als Platzarbeiter in der Gerresheimer Glashütte. Dort war Irmgard auch Anfang des Jahres 1943 beschäftigt. Am 5. Februar 1943 wurden alle drei wie zahlreiche Mitarbeiter der Wider-standsgruppe um "Willi Knöchel" verhaftet und in die Ulmenstraße gebracht.
Irmgard Petrowske wurde zu eineinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt und war vom 5. Februar bis zum 8. Juli 1944 in Haft.